Projektideen zu dem Workshop Kultur- und Kreativwirtschaft in Nürnberg

Ich war am Samstag auf dem Workshop Kultur- und Kreativwirtschaft in Zentrifuge Nürnberg, 12.12.2009, 14-18 Uhr. Es war ein super interessanter Workshop, dass komplette Protokoll ist hier zu finden. Des weiteren hat sich zu den Projekten, die gleich weiter unten aufgezeigt wurden, eine Gruppe gebildet, die für jeden offen steht, diese Community findert Ihr hier.

Anbei möchte ich nun die Projekt vorstellen, dies ist nur ein Auszug aus dem Protokoll:
Folgende Ideen wurden gesammelt, eine Bewertung bzw. Priorisierung fand (noch) nicht statt:
- Medien: Formate für offenen Austausch/Vernetzung entwickeln: BarCamp für Kultur- und Kreativszene; Coworking Space (kontinuierliche Anlaufstelle / Treffpunkt); der Coworkig Space sollte auf die Bedürfnisse der Teilnehmer zugeschnitten sein: Neben Büroarbeitsplätzen wären z.B. auch Räume wünschenswert für Tanz/Theater, Musik-/Videobearbeitung etc. / Auch Übernachtungsmöglichkeiten sollten gegeben sein. Anja Schoeller verwies in diesem Zusammenhang auf das Performance Hotel in Stuttgart: performancehotel.wordpress.com

- Carla Orthen stellte ein koop 2010 Projekt vor, an dem sie mitwirkt und das im Rahmen der Kooperation Nürnberg/Leipzig/Bremen bereits in Arbeit ist: Für 2011 wird gerade ein kultureller Schulterschluss der drei Städte vorbereitet, das den Kunst- und Kulturbetrieb in den drei Städten thematisiert und bei dem der Austausch zwischen N/B/L eine zentrale Rollen spielt.

- „Creative Hotspot“ (nicht die Idee, aber der Arbeitsbegriff stammt von Oliver Essigmann): Ein Ort, an dem Kreativen jeder Couleur alle Wünsche erfüllt werden – von Arbeitsmöglichkeiten über Begegnungen und Austausch bis hin zu angeschlossenen Serviceleistungen, z.B. Vermittlung von Technik, Räumen, Studios – bis hin zu Freizeit- und (Fort-)Bildungsangeboten. Auch ein Hotel, eine Bar, ein Cafe und ein Restaurant sollten vor Ort sein. So ein „Creative Hotspot“ könnte auch ein Anziehungspunkt für Nürnberg-Besucher sein (Messe, Tourismus).

- Virtuelle Community: Eine Web 2.0 Plattform für Akteure der Kultur- und Kreativwirtschaft in der Metropolregion Nürnberg – regionen- und spartenübergreifenden Vernetzung und Kooperation. Mit Informationen und Foren rund um die Kultur- und Kreativwirtschaft.

- Crowd Sourcing: webbasierte Plattform, um Bedürfnisse, Wünsche, Ideen aus der Kultur- und Kreativszene zu sammeln mit dem Ziel, diese auszuwerten und ggf. umzusetzen.
Formate für die Kultur- und Kreativwirtschaft entwickeln bzw. analog umsetzen zu bereits bestehenden Formaten aus der IT-Wirtschaft, z.B. Webmontag, Open Coffee Club, Startup-Weekend Nürnberg.

- Vernetzung mit Unis, Akademie der Bildenden Künste, FHs zum gegenseitigen Nutzen → raus aus dem Elfenbeinturm!

- Wissenschaftliche Begleitung der Prozesse (Sozial-/Kultur-/Betriebswiertschaft etc.)
Engagement anregen und koordinieren, Kooperation mit bestehenden Einrichtungen wie z.B. Zentrum Aktiver Bürger; Tauschbörsen etc.

- Projekte zum Erfahrungsaustausch und gemeinsamen Arbeiten, z.B. die von Michael Niqué initiierte Tinker Night: wöchentlich fixen Termin zum Hardwarebasteln (Fabben, Basteln, Maken und Tinkern)

- Kulturmagazin der Metropolregion: Zur Darstellung von Projekten, Akteuren und Produkten sowie Dienstleistungen der Kultur- und Kreativwirtschaft.

Abschlussbetrachtung und Ausblick
Der Workshop hat gezeigt, dass in Nürnberg noch sehr viel Gesprächsbedarf zum Thema Kultur- und Kreativwirtschaft besteht. Während hier eine gemeinsame Vorgehensweise im Sinne von eigenen Organisationsstrukturen noch nicht herausgebildet werden konnten, wurden die multidisziplinären Austauschmöglichkeiten der Teilbranchen als sehr fruchtbar betrachtet und gemeinsame Projektpotentiale ersichtlich. Die Teilnehmer waren sich nach der Abschlusspräsentation der Arbeitsgruppen einig, das die nun in Nürnberg begonnene Gesprächsinititative fortgesetzt werden soll. Die Veranstalter KulturGilde e.V. und Zentrifuge e.V. erklärten sich bereit entsprechende Formate zu entwickeln und Termine für ein weiteres Treffen im kommenden Jahr vorzuschlagen.

Ein großes Danke schön geht an Michael Schels und Roland Weiniger! Wie gesagt war dies nur ein kleiner Auszug aus dem Protokoll!

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